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Zeitmanagement-Tipps

Tipps für Ihr erfolgreiches Zeitmanagement
von Peter Gall

Newsletter Juli/August 2003

Liebe Leserin, lieber Leser,

willkommen beim Newsletter Juli / August, den ich heute mit einem Zitat beginnen möchte:

„Als Gott die Welt erschuf, gab er den Afrikanern die Zeit und den Europäern die Uhr" (Anonym)

Ja, sicher, wir leben im Wohlstand, was man von den meisten Menschen in Afrika leider nicht sagen kann. Aber Wohlstand sollte sich nicht alleine dadurch ausdrücken, dass wir mehr Uhren haben als Zeit. Wir ignorieren den Rhythmus unserer inneren Uhr und verschwenden so kostbare Energie und Lebenszeit. Wir führen kein erfülltes, sondern ein gefülltes Leben. Wir stehen rund um die Uhr unter Strom. Wir tun immer mehr und denken immer weniger darüber nach. Halten Sie öfter inne und fordern Sie sich selbst zum Nachdenken auf. Gestalten Sie Ihre Tage soweit wie möglich im Einklang mit Ihrer persönlichen inneren Uhr. Wenn Sie sich in der täglichen Hektik kleine Inseln der Langsamkeit schaffen, auf denen Sie Ruhe tanken können, werden Sie mit dem Stress besser fertig und lassen sich nicht mehr so leicht hetzen.

In den letzten Newsletters habe ich über "Die sieben Schritte zum Erfolg" geschrieben. Also darüber, wie Sie in einer beschleunigten Welt Ihre Zeit zurück gewinnen können.
Die ersten vier Schritte „Vision, Leitbild, Lebensziel entwickeln“, „Lebenshüte oder Lebensrollen festlegen“, „Strategische Schlüsselaufgaben definieren“ und „Jahresziele SMART formulieren“ habe ich Ihnen bereits beschrieben.

Hier nun der fünfte Schritt:

Prioritäten wöchentlich effektiv planen

Der Schlüssel zu einem erfolgreichen Zeitmanagement liegt in der Konzentration auf die wirklich wichtigen Prioritäten und einem konsequenten Handeln nach diesen Prioritäten. Es gibt in der Realität keine Zeitprobleme, sondern nur Prioritätenprobleme. Erfolgreiches Zeitmanagement ist daher konsequentes Prioritäten-Management. Wenn Sie Ihre Prioritäten richtig planen, haben Sie auch Ihre Zeit besser im Griff. Die meisten Menschen konzentrieren sich auf die kurzfristigen, unmittelbaren Ereignisse in ihrem Arbeitsalltag anstatt die Aktionsschritte zur Erreichung ihrer langfristigen Schlüsselaufgaben oder Lebensziele in Angriff zu nehmen. Das Tagesgeschehen wird dabei immer mehr von dringenden, aber relativ unwichtigen Dingen regiert.

Die wahre Ursache für die mangelnde Effektivität im persönlichen Zeitmanagement liegt im täglichen Diktat der Dringlichkeit anstatt der Wichtigkeit:

  •  Wichtigkeit steht für Ziele, Ergebnisse, Zukunft, Werte, Erfolg
  •  Dringlichkeit steht für Zeit, Termindruck, Stress, Soforterledigung, Unterbrechungen, Krisen

    Dringende Dinge haben immer mit den Prioritäten und Terminen anderer zu tun, aber meist sehr wenig mit den Ihren. Dieser externe Druck lässt uns unsere Prioritäten vornehmlich nach Dringlichkeitskriterien setzen. Jeder will alles sofort, am besten schon gestern. Daher werden diese dringenden Dinge sofort erledigt, aber die strategisch wichtigen Aufgaben, die Sie weiterbringen, bleiben liegen. Es gibt viele verschiedene Techniken, die Ihnen bei der Prioritätensetzung helfen. Ich möchten Ihnen hier eine davon vorstellen, nämlich die Quadrantenanalyse. Hier werden die Aufgaben in vier Gruppen (grafisch als Quadrate dargestellt) eingeteilt:

  • Quadrantenanalyse
  • Quadrant I
    Wichtige und dringende Aktivitäten, die Sie sofort und selbst erledigen müssen. Es handelt sich bei diesen Aufgaben z.B. um plötzlich auftretende Krisen oder Probleme, also oft unvorhersehbare Ereignisse, die Sie nie gänzlich verhindern werden können. Sie können die Aufgaben in diesem Quadranten aber durch konsequente Prioritätensetzung verringern. Denn diese hilft Ihnen, rechtzeitig die richtigen Entscheidungen zu treffen, damit wird akutes Krisenmanagement immer seltener.

  • Quadrant II
    Wichtige, aber nicht dringende Aktivitäten. Das sind Ihre Schlüsselaufgaben. Strategische Aufgaben und Tätigkeiten also, die Sie persönlich weiterbringen. Das Geheimnis erfolgreicher Menschen liegt darin, sich auf diese Aktivitäten zu konzentrieren.

  • Quadrant III
    Dringende, aber unwichtige Tätigkeiten. Diese müssen Sie soweit wie möglich reduzieren, delegieren oder am besten eliminieren.

  • Quadrant P
    Sie wundern sich vielleicht, warum dieser Quadrant nicht „IV“ heißt. Ganz einfach: Er steht für P wie Papierkorb. Hier gehören nämlich Aufgaben hinein, die weder dringend noch wichtig sind. Haben Sie einfach mehr Mut zum Entrümpeln!

  • Grundsätzlich gilt: Das Wichtige ist selten dringend und das Dringende ist selten wichtig! Auf dringende Dinge reagieren wir, bei wichtigen Dingen agieren wir. Als müssen wirklich wichtige Dinge für Sie absolute Priorität haben.

    Wie können Sie sich gegen die Flut der dringenden Dinge wehren?

    Räumen Sie für das Wichtige regelmäßige Zeitfenster ein, die Sie gegen äußere Einflüsse verteidigen. Bleiben Sie hart und egoistisch dabei, geben Sie nicht nach!

    Sie haben keine Zeit, um sich Zeitfenster zu schaffen?

    Prüfen Sie einmal das Feld Ihrer Aufgaben im Quadrant III. Sie werden dort garantiert fündig. Dasselbe gilt für den Quadranten IV.

    Sie meinen, das klingt alles ganz gut, ist aber in der Praxis nicht umsetzbar? Na ja, ein bisschen Mut brauchen Sie natürlich schon. Sie müssen sich wehren gegen die Zumutungen, die von außen kommen. Die dafür sorgen, dass Sie nicht arbeiten, sondern „gearbeitet“ werden. Es liegt natürlich viel an den Sachzwängen unseres Umfeldes, aber auch zu einem großen Teil an Ihnen selbst. Nur Sie können Ihre innere Einstellung und Ihr äußeres Verhalten im Umgang mit Ihrer Zeit beeinflussen und verändern. Versuchen Sie es – und Sie sind einen Schritt weiter zu Ihrem persönlichen Erfolg!

    Im nächsten Newsletter werde ich Ihnen den "6. Schritt zum Erfolg" zeigen. Bis dahin wünsche ich Ihnen viel Erfolg und Gesundheit.

    Peter Gall    Ihr Peter Gall

    P.S. Wenn Sie mir schreiben möchten, hier meine Emailadresse: office@metacom.com


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    aktualisiert am 26.4.2005