Tipps zum erfolgreichen Zeitmanagement in Zusammenarbeit mit
SEIWERT GMBH - Institut für Strategie und Time Management, Heidelberg
Newsletter April 2002
Liebe Leserin, lieber Leser,
willkommen beim Newsletter April 2002.
Kennen Sie die Krankheit "Aufschieberitis"?
Wahrscheinlich sind Sie auch schon ein- oder mehrmals in Ihrem Leben daran "erkrankt".
Was ist nun "Aufschieberitis?
Wir schieben Aufgaben und Tätigkeiten vor uns her, weil Sie uns unangenehm sind, angeblich viel Zeit kosten, ein besserer Zeitpunkt abgewartet werden muss, jetzt dafür keine Zeit ist oder weil es etwas Dringenderes gibt. Wir hoffen dabei oft, dass sich Tätigkeiten durch "Liegenlassen" erledigen. Ich will nicht behaupten, dass "Liegenlassen" manchmal richtiger ist. Weil es sich zum Beispiel um nicht dringende und unwichtige Dinge handelt.
Tatsächlich ist es aber oft so, dass aufgeschobene Tätigkeiten oder Aufgaben plötzlich dringend und wichtig werden. Und dann "brennt der Hut". Wir geraten in Bedrängnis, bekommen ein ungutes Gefühl. Das endet dann mit schlechtem Gewissen, ungesunden Stress, im Berufsleben in unnötigen Überstunden und im Privatleben in Streiterei oder Ausflüchten.
Was schieben wir denn gerne in unserem Leben auf?
Meistens sind es langwierige, komplizierte oder noch viel mehr - unangenehme Aufgaben.
Hat Aufschieben etwas mit Faulheit zu tun oder schieben auch tüchtige Menschen auf?
Aufschieben hat nichts mit Faulheit zu tun. Auch sehr tüchtige Menschen kommen in Gefahr, Tätigkeiten oder Aufgaben vor sich her zu schieben.
Folgende drei Ursachen kann Aufschieben haben:
Wir verschieben Dinge, die unangenehm sind, und befassen uns lieber mit unwichtigen Kleinigkeiten. Wir versuchen, immer beschäftigt zu sein, um eine Ausrede zu haben und das schlechte Gewissen beruhigen zu können.
Wir verschieben Dinge, die schwierig sind. Wir fühlen uns überfordert.
Wir verschieben Dinge, die harte Entscheidungen erfordern.
Was können Sie gegen diese "Krankheit" tun?
Als erstes müssen Sie Ihre Einstellung ändern (auch wenn`s schwer fällt). Von "Ich-tu-es-später" auf "Ich mach-es-sofort". Handeln Sie
dabei bewusst und entschlossen.
Legen Sie eine Liste mit allen aufgeschobenen Aufgaben oder Tätigkeiten an.Fragen Sie sich dann bei jedem Punkt:
"Ist es wirklich wichtig?"
"Muss ich es tun oder kann ich es delegieren?"
"Werde oder will ich diese Aufgabe jemals erledigen?"
Wenn Sie diese drei Fragen jeweils mit "Nein" beantworten, dann überlegen Sie, diese Dinge einfach zustreichen. Bedenken Sie aber immer dabei: Was passiert, wenn Sie es nicht tun.
Die Punkte, die überbleiben, versehen Sie mit einem Erledigungsdatum. Eventuell müssen sie langwierige oder schwierige Dinge in Einzelschritte
zerlegen. Stellen Sie sich auch das Gefühl der Erleichterung vor, wenn Sie diese Dinge erledigt haben. Belohnen Sie sich mit einer Kleinigkeit nach Beendigung der Aufgabe. Das motiviert Sie für die nächste Aufgabe, glauben Sie mir.
Und ein letzter Tipp:
Fangen Sie gleich mit der Liste an. Setzen Sie sich das Ziel, bis Freitag nächster Woche die Liste erstellt zu haben.
Nächstes Mal werde ich Sie nach dieser Liste fragen.
Das wär's für dieses Monat. Alles Gute bis zum nächsten Newsletter.
Ihr Peter Gall
P.S. Wenn Sie mir schreiben möchten, hier meine Emailadresse: info@metacom.com
Das Seminar mit Peter Gall, Trainer des Monats Dezember im 'Magazin Training':
"Wenn Du es eilig hast, gehe langsam - Das neue Zeitmanagement in einer beschleunigten Welt"